Kuscheln nach der Mutprobe
Im Muttental können alle Rassen das Hunde-Einmaleins lernen
Roberts neuer Freund heißt Lennox, ist ein paar Wochen alt, schwarz, kuschelig
und total verspielt. Und auch wenn der Labrador-Welpe es noch so gerne möchte,
sein Herrchen ungestüm anspringen darf er nicht. Denn Robert sitzt im Rollstuhl.
Deswegen muss Lennox aufs Wort hören, sagt Roberts Mutter Jutta Riesenberg und
blickt zu ihrem 15-jährigen Sohn.
Zumal der Hund ja auch noch richtig
groß wird. Das kuschelige Kerlchen muss also einmal die Woche zum Welpentreff.
Und dort lernen, seinem Besitzer aufs Wort zu folgen.
Aber so schlimm wie es sich anhört, ist es gar nicht, lächelt Stefanie Blänkner
vom Klub für Terrier, Ortsgruppe Witten. Die Hundenärrin hat gemeinsam mit Brigitte
Piduch Leben auf das Klubgelände im Muttental gebracht:
Welpentreff, Junghunde-ABC und Grundausbildungskurs
im Terrierklub können Hunde aller Rassen gemeinsam mit ihren Herrchen lernen.
Und zwar mit ganz viel Spaß, betont Stefanie Blänkner. Denn das Motto ist
einfach: Nicht ständig bestrafen, sondern das Positive bestärken. So können
sich die tapsigen Welpen, nachdem sie todesmutig durch eine dunkle Röhre gerannt
sind, auf eine Extra-Kuschel-Portion freuen; die Jung-Hunde dürfen nach einem
gelungenen Slalomlauf eine Runde spielen.
Wir bringen aber nicht nur den Hunden etwas bei, verrät Stefanie Blänkner; wir
achten auch auf die Besitzer. Denn der Besitzer sei das A und O. Wenn der funktioniert,
funktioniert meistens auch der Hund, zwinkert Stefanie Blänkner. Viele, die
sich einen Hund zulegen, seien anfangs einfach unsicher. Und dafür sind wir
dann da, erklärt die begeisterte Terrier-Züchterin.
In gemütlich-ländlicher Atmosphäre kann bei einem Kaffee noch über Tipps und
Tricks geplaudert werden und Hunde-Eltern können sich austauschen. Stefanie
Blänkner lacht: Selbst die Hunde gründen hier ganz niedliche Freundschaften.
Bericht und Autorin: Lena de Boer - Ruhrnachrichten Witten
| Informationen: Stefanie Blänkner 0234-770318 | |